zwei

Ewigkeiten lang gibt es niemand und dann gibt s einfach alle in meinem Leben. Warum nur ?! Erst niemand und jetzt soll ich mich auch noch entscheiden?????? Warum??? Ich will nicht. Jeder hat seine guten und schlechten Seiten und deswegen sind ja alle irgendwie toll.. oh man, das ist so gemein. Ich will einfach nicht. Aber alle wollen Zeit mit mir, aber ich kann nicht mit allen gleichzeitig Zeit verbringen. Okay vielleicht sind doch nicht alle toll, weil alle irgendwie gute Seiten haben und so. Vielleicht ist es nur einer. Nur ein einziger von allen. Einer. Aber wer? Wer wird mir das zeigen? Warum liegt die Entscheidung immer nur bei mir. Ich will nicht immer so allein sein  mit meinen Entscheidungen. Immer so allein. Allein.

Gute Nacht, allein.

eins

Meine erste Veränderung, war weiter machen.

Ich habe mich bei dieser ziemlich unseriösen App angemeldet. Egal, was die anderen sagen, auf die hört man schon oft genug. Habe einige kennengelernt und auch einiges an Menschenkenntnis dazu gelernt. Einige sind mir im Gedächtnis geblieben und bei anderen war ich froh, das sie nach kurzer Zeit wieder weg waren. Heute wollte ich mich mit einem Treffen, aber ich hab schon am Anfang gespürt , dass er nicht richtig dahinter stand. Denn wenn jemand was will, dann reißt er sich nen scheiß Arm aus um das zu bekommen. Und er hat nicht mal seinen scheiß Arm bewegt. Und ich bin nicht immer diejenige, die sich beide Arme raus reißt, weil er es nicht tut. Das kann ich nicht mehr. Nicht jetzt. Anstatt mich also irgendwie mit ihm zu treffen, hab ich dann heut das erste Mal Team speak ausprobiert. War irgendwie echt genial. Hab dann mit einem anderen Typen, der sich ziemlich dahinter gesteckt hat geteamspeakt und dann halt noch mit seinen Freunden. Hat gefetzt. Ich mag seine Stimme sehr. Ich weiß nicht, er erinnert mich sehr an *ihn. Das ist wohl kein gutes Zeichen, aber er ist nett. Sehr nett und weist einige gute Charakter Eigenschaften auf und einige Fragwürdige, aber wer hat die nicht? Also ich hab vielleicht sogar noch mehr. Von daher. Ich bin gespannt wie es so weiter gehen wird. Schule stresst mich hundert Prozent, Mittwoch und Donnerstag werden jetzt zu meinen ‚crying days‘ benannt. Manchmal ist alles zu viel und dann muss es raus. An diesen Tag eben in salziger Flüssigkeit aus den Augen.

Es wird besser werden. Denn schlechter ist wohl kaum möglich.

gute Nacht, besser.

desire

Ich versuche mich selbst zu finden und selbst zu lieben, doch manchmal ist das so schwer. Denn manchmal weiß man selbst nicht mehr wer man ist. Bin ich das Ich von Gestern, vor einem Jahr, das von Heute oder das von Morgen? Welches will ich denn überhaupt sein? Will ich mein jetziges Ich sein? Das ich von Heute? Will ich all diese Erfahrungen gemacht haben? Diese vielen schlechten und schlimmen Momente erlebt haben ? Will ich die guten Momente, die ich genauso erlebt habe, gemacht haben? Will ich diese Person, die von dem allen geprägt wurde überhaupt sein? Will ich nicht viel lieber die Person sein, die ich vor einem Jahr war? Die noch glücklich sein konnte? Die die kleinen Momente genießen konnte? Ja! Ja, verdammt! Ich will viel lieber diese Person sein. Aber was kann ich tun?! Was kann ich tun um wieder zu ihr zu werden? Zu der, die nicht bei Feuerwerken anfängt zu weinen oder die, bei der nicht der Tag gelaufen ist, wenn jemand sagt ‚Er war doch aber ganz nett‘. Ja. Das war er. Sonst hätte ich ihn ja nicht geliebt. Ich will die sein, die jeden Moment mit ihrer Familie genießen konnte.  Aber wie kann ich zurück? Wie kann ich diese Moment, von meiner Seele trennen und endlich der Mensch sein, der ich doch so gern sein will.

Diese Frage stellt sich mir so oft und dennoch finde ich nie eine Antwort. Egal wo ich suche. Ich möchte doch so gern ein besseres Ich sein. Ich will diese Last los werden, die ich angefangen hab zu tragen, als er gegangen ist. Sie einfach von mir schmeißen und nie wieder zurück schauen. Bitte, ich will es so gern, ich brauch es so dringend. Ich brauche endlich Freiheit von mir selbst.

Freiheit von mir selbst.

gute Nacht, befreien.

er

Meine Gefühle sind wie das Meer. Sie werden schöner von Tag zu Tag. An manchen Tagen überschlagen sie sich und zerschlagen alles was ihnen in den Weg kommt. Lassen sich von nichts und niemanden beirren oder aufhalten. An anderen Tagen sind sie still und leise, dennoch mit einer unglaublichen Kraft und Stärke präsent. An diesen Tagen treiben sie geschmeidig vor sich hin. Sie waren schon immer da und werden es immer bleiben. Egal ob still und leise oder laut und stürmisch. Das Meer in mir ist eine eigene Komposition des Friedens und Krieges. Es überdauert Gezeiten und Jahrhunderte. Ist gefährlich und lieblich zu gleich. Jeder Betrachter ist von dieser Kraft hin und weg. Manche zerreißt solche Schönheit und Kraft, andere fühlen sich heimisch. Was ist wenn er nicht damit umgehen kann. Wenn er nicht dasselbe, starke Meer in sich spürt, welche Wellen sich still oder laut bemerkbar machen. Ich habe das Gefühl umso größer das Meer in mir drin an Fläche gewinnt, umso stärker es an dunklen Tagen stürmt, umso ruhiger es an anderen Tagen treibt, umso mehr verliere ich ihn. Umso weiter treibt er von mir weg, umso stärker kämpft die Sonne gegen sein Meer. Und gewinnt. Bis es kein Leben mehr halten kann, verschwindet und meines dagegen alles überschwemmt.

zukunft

Du warst mein alles, ich war mein nichts. Du bist gegangen, nur ich bin mir geblieben. Du hast mich gezwungen die einzige Option zu wählen, die mir blieb. Mich selbst. Ich war die einzige Option die mir blieb. Ich habe mich gewählt. Musste mich wählen. Habe begonnen mich zu lieben wie ich dich geliebt habe. Schritt für Schritt schaffe ich es. Gezwungen und ohne andere Optionen habe ich mich selbst gefunden. Etwas zumindest. Ich will nie wieder so allein sein, wie ich es war als du gegangen bist. Ich fange an mich selbst zu haben. Damit ich in zwei Punkten besser bin als du. Kontrolle und Glück. Kontrolle damit ich, wenn mich auch jeder verlassen sollte, immer noch jemanden haben. Mich. Und Glück, damit ich auch alleine alles habe, was mich glücklich macht. Ohne irgendjemanden.
Denn Abhängigkeit ist der erste Schritt auf den Abgrund zu.
Und wenn du schon ganz unten bist, musst du anfangen etwas los zu werden, damit du einen Weg findest, endlich aus dieser Schlucht wieder raus klettern zu können. Und das verlieren meiner Abhängigkeit ist mein erster Schritt.